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Goldene Milch aus Sicht der TCM – in aller Munde!

Die „Goldene Milch“, allein der Name klingt nach einer Verheißung. In der Yoga-Szene war und ist sie ein In-Getränk, man sagt ihr sogar heilende Kräfte nach. Mittlerweile gibt es sie sogar als Instant-Pulver zu kaufen. Dose auf, Pulver in die warme Milch einrühren. Fertig. Was steckt hinter diesem Trend? Was ist da überhaupt drin? Und bewirkt die Goldene Milch wirklich Wunder?

Was ist drin?

Ein wichtiger Bestandteil der Goldenen Milch ist Kurkuma, auch gelber Ingwer oder Gelbwurz genannt. Der Wurzel hat das Getränk seine Lobpreisungen zu verdanken, denn sie wird seit Jahrtausenden im Ayurveda und auch der TCM eingesetzt. Kurkuma soll entzündungshemmend wirken, ist ein starkes Antoxidant und hilft beim Entgiften. In Kombination mit Pfeffer kann der Körper das enthaltene Kurkumin besonders gut aufnehmen – deshalb sollte man ihn keinesfalls weglassen.

Zimt und Kurkuma

Die Zubereitung

geht schnell und einfach. Man nehme für 2 Tassen

  • 2 cm frisch geriebene Kurkuma Wurzel oder 1 TL Kurkuma Pulver
  • 1/4 TL Ingwer
  • 1/4 TL Kardamon
  • 1/4 TL Zimt
  • eine Prise Pfeffer

Die Gewürze kocht man mit 500 ml Pflanzenmilch im Topf auf. Bei Bedarf kann man noch mit  Agaven- oder Dattelsirup süßen.

Man kann sich auch aus Kurkuma, Ingwer und Wasser eine Paste zubereiten: Dafür nimmt man 1 EL Kurkuma (gerieben oder als Pulver), 1 daumengroßes Stück Ingwer und kocht beides mit ca. 120 ml Wasser rund 10 Minuten unter Rühren ein. Die Paste hält sich im Kühlschrank ein paar Tage und kann nach Bedarf zusammen mit Kardamon, Zimt und Pfeffer in die Pflanzenmilch eingrührt werden. Oder sie verfeinert Currys und Co.

Die Wirkung nach TCM

Aus Sicht der TCM ist Kurkuma warm, scharf und bitter, sie wirkt auf die Funktionskreise Magen, Milz und Leber, leitet feuchten Wind aus, bewegt und reguliert das Qi und Xue, senkt das Qi ab und wirkt schmerzlindernd. In Kombination mit dem ebenfalls enthaltenen Kardamon, der warm und scharf ist sowie auf die Funktionskreise Lunge und Mitte wirkt, also DIE perfekte Kombination gegen Kälte und Erkältungen.

Genau so würde ich das Getränk auch einsetzen. Wohldosiert in Herbst und Winter, als wärmenden Energiespender, der sanft die Oberfläche öffnet und eventuell beginnende Erkältungen vertreibt oder nach einem langen Spaziergang in der Kälte wieder aufwärmt. Denn wie so oft ist nicht alles Gold was glänzt. Die Betonung liegt bei diesem Getränk wirklich auf wohldosiert, denn im Übermaß getrunken besteht die Gefahr der Trockenheit. Schärfe trocknet aus. Gerade im Herbst und Winter sind wir sowieso der trockenen Heizungsluft ausgesetzt und ernähren uns allgemein wärmender und schärfer. Da gilt es das richtige Maß zu finden.

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