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[Teil 1] Wie das Immunsystem nach TCM funktioniert

TEIL 1 der Serie Erkältungen mit der TCM vorbeugen – für einen Winter OHNE Dauer-Schniefnase

Hilfe, das Kind hustet in der Nacht. Schnupfen, Halsweh & Co. sind im Anmarsch. Sofort rattern im Kopf die verschiedenen Möglichkeiten durch: Wer bleibt zu Hause? Mama, Papa oder kann die Oma? Aber eventuell ist es nicht so schlimm und das Kind kann trotzdem in die Betreuung… Hoffentlich stecken wir uns nicht an, im Büro ist gerade Hochbetrieb…. Diese oder oder ähnliche Gedanken kennen wohl alle Eltern. Und leider ist dieser Zustand in vielen Familien in der kalten Jahreszeit chronisch. Nicht zuletzt deshalb, weil kaum eine Erkältung ordentlich auskuriert wird.

In dieser Artikel-Serie zeige ich dir

Das Tolle an der TCM Ernährung ist ja, dass sie vorbeugend angewandt wird. Wir können also einiges tun, damit es überhaupt nicht erst so weit kommt. Doch bevor wir im nächsten Teil so richtig auf das Thema Vorbeugen und die Auswahl der Lebensmittel eingehen, möchte ich dir erklären, wie unser Immunsystem eigentlich tickt.

Das Immunsystem in der TCM

In der TCM ist es dem Element Metall und dem Funktionskreis Lunge zugeordnet, beide wiederum stehen für den Herbst. Du wirst in dem Zusammenhang auch immer den Begriff „wei qi“ – Abwehr-Qi hören. Das wollen wir stärken, so dass Infekte keine Chance haben. Wer ständig krank ist, hat ein schwaches Lungen-Qi, auch das wollen wir unterstützen. Übrigens: Der Funktionskreis Dickdarm gehört in der TCM zur Lunge – westlich gesehen sitzt dort ein großer Teil unseres Immunsystems.

Was passiert bei einem Infekt?

Wenn wir uns erkälten tangieren die Erreger zunächst die Oberfläche unseres Körpers, also die Haut und Schleimhäute. Das ist quasi unsere (Metall-)Rüstung. Das Immunsystem sorgt dafür, dass keine tieferen Schichten betroffen werden. Umso tiefer die Krankheit eindringt, umso schwieriger wird es sie wieder loszuwerden. Dieses Abwehrsystem unserer (Haut-)Oberfläche wird in der TCM oft mit einer Tür verglichen. Sauerstoff und Licht dürfen eintreten, unliebsamen Erregern wird die Tür verschlossen. Hinter der Tür wartet das Abwehr-Qi, chinesisch wei qi, das versucht, die Viren abzuwehren.

Die Tür kann man durchaus wörtlich nehmen. Je schneller der Körper die Tür bei unliebsamen Angriffen schließen kann, desto besser. Das Immunsystem muss sehr flexibel sein, um bei Bedarf zügig reagieren können. Diese Flexibilität gehört zum Funktionskreis Leber – er sollte also vital sein. Die Reaktionsfreudigkeit des Systems hängt wiederum stark vom Zustand des Funktionskreis Lunge ab.

Erkältung auf Chinesisch

Eine Erkältung ist eine klassische „Wind-Kälte-Erkrankung“, die das Abwehr-Qi überwunden hat und für eine Dysbalance im Yin/Yang-Gefüge sorgt: Der Virus ist ein „zu viel an Energie“ im Körper und die Oberfläche wird versuchen, ihn auszuleiten, durch z.B. Schwitzen, Fieber, Schleimabsonderung. Die Ausscheidung sollten wir fördern, mit Schwitzkuren, Inhalieren, Nasenspülungen oder ähnlichem.

Es ist auf jeden Fall besser kurz und heftig krank zu sein, als wochenlang leicht zu kränkeln. Durch die ständige Unterdrückung der Symptome mit Hustenblockern und Co. wird das Immunsystem träge, man kommt nicht mehr wirklich auf die Beine, ist ständig müde und schlapp. Bei kleinen Kindern führt das dann dazu, dass sie ständig eine laufende Nase haben und quasi dauer erkältet sind.

Das Immunsystem ist lernfähig

Das Immunsystem braucht also Erfolgserlebnisse, sonst wird die Reaktion immer zäher, es bleiben Schleimreste im Körper zurück und es reagiert immer schneller auf Reize von außen. Denn das Abwehr-Qi ist auch negativ lernfähig. Der kleinste Windhauch löst dann wieder einen Infekt aus. Schon steckt man in einem schwer zu stoppendem Kreislauf. Unser Immunsystem ist umso einsatzfähiger je mehr positive Erfahrungen es gespeichert hat. Mit jedem Infekt – sofern er nicht medikamentös unterdrückt wird – bietet sich die Chance dazu.

Kinder in der Erkältungszeit gut unterstützen

Deshalb ist es so wichtig, dass das Immunsystem der kleinen Kinder in Ruhe arbeiten und lernen kann. Das heißt: Auskurieren, auskurieren, und nochmal auskurieren, und krank sein lassen. Fieber nicht sofort senken und den Infekt unterstützen, statt abzuwehren und zu unterdrücken. Ja, das ist anstrengend, und heißt für mindestens einen Elternteil nicht arbeiten zu können, sondern das Kind zu betreuen.

Aber, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das zahlt sich aus – meine Tochter ist dank der TCM Ernährung meistens nur einmal zu Beginn „der Erkältungs-Saison“ krank und danach kommen wir ganz gut durch den Winter. Die Infekte dauern auch nicht mehr so lange und heilen gut aus.

Die Quintessenz ist also: Erkältungen wollen durchlebt werden… Zusätzlich wollen wir unser Abwehr-Qi bestmöglich unterstützen, so dass es gar nicht erst so viel Arbeit hat.

Mit welchen Lebensmitteln das gelingt, erfährst du im zweiten Teil der Artikel-Serie „Schnupfen & Co. vorbeugen: Für einen Winter OHNE Dauer-Schniefnase“.


Weiterlesen: Hinweise zur TCM Ernährung im Herbst, zu Lebensmitteln und Kochmethoden kannst du hier nachlesen: It’s tea time! Die TCM Ernährung im Herbst

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