Detox,  TCM Ernährung

Salat macht nicht (jeden) schlank

Wer mit der „westlichen Küche“ abnehmen will bekommt öfter zu hören, er soll möglichst wenig Kalorien zu sich nehmen. Und die verbleibenden am besten in Form von Rohkost, Salat und Co. Das mag für den ein oder anderen durchaus sinnvoll sein, funktioniert aber längst nicht bei allen. Es gibt  Menschen, und zu denen gehöre ich, die nehmen dadurch zu. Wie kann das sein?

Qi statt Kalorie

Die Chinesische Medizin zählt keine Kalorien, stattdessen spricht sie von Nahrungs-Qi, das wir benötigen, um es in unser körpereigenes Qi umzuwandeln. Damit der Prozess optimal funktioniert benötigen wir eine starke Mitte.

Wir können uns die Mitte (das Verdauungssystem) wie einen Topf, der auf einem Feuer steht, vorstellen. Gefüllt ist er mit einem Eintopf. Funktioniert unsere Verdauung optimal, wird alles ruhig vor sich hin köcheln, es wird etwas Dampf an den Deckel abgegeben, der Eintopf ist gleichmäßig erwärmt und duftet einladend. Klingt nach einem Bild beschaulicher Ruhe und vor allem: ganz einfach. Und dennoch haben sehr viele Menschen mit Verdaaungsstörungen, Unverträglichkeiten etc. zu kämpfen.

Warum ist das so? Unsere Mitte verdaut nicht nur die Nahrung, sondern auch Eindrücke von außen. Zudem sind das Feuer und der Kochtopf sehr störanfällig. Brennt das Feuer gut genug? Fahren wir die Hitze langsam hoch oder soll alles ganz schnell gehen? Was füllen wir in den Kessel ein, welche Mengen und in welchem Tempo? Zu welchem Zeitpunkt? 

Ist das Feuer (es gehört übrigens zum Funktionskreis Niere) ursprünglich stark, jemand füllt aber oben ständig zu viel Kaltes ein, etwa besagten Salat mit frischem Joghurtdressing, dazu vielleicht noch Mineralwasser und als Nachspeise einen Apfel, kommt das Feuer kaum noch hinterher. Der Topf läuft fast über, die Zeit vergeht, das Essen wird aber nicht gar. Und der Hunger bleibt, obwohl der Topf doch voll ist. Schnell wird zum nächsten oder gar zu Süßigkeiten gegriffen, um dem Körper die benötigte Energie zuzuführen. So kann es passieren, das viel Ungeklärtes, Nichtaufgearbeitetes (humor, entspricht Feuchtigkeit) im Körper liegen bleibt und das gut gemeinte Essen am Ende zu Übergewicht führt. Man muss dazu noch wissen, dass Rohkost und Milchprodukte nach der Chinesische Medizin thermisch kalt und „befeuchtend“ sind.

Wie geht die TCM hier nun vor? Sie schaut zum einen an welcher Stelle des Kochvorgangs es hakt. Denn das beschriebene Beispiel ist auch nur eines von vielen Möglichkeiten der Mittenschwäche. Sie äußert sie sich bei einem vielleicht durch Übergewicht, Müdigkeit und Kältegefühl, bei jemand anderem eher durch Unruhe, leichtes Schwitzen und Schlaflosigkeit. Je nach Problem werden dann die passenden Lebensmittel ausgewählt, um die Mitte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Übergewicht verschwindet dann oftmals von allein, genauso wie ständiger Heißhunger. 

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