Suppe TCM
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Die goldenen Prinzipien der TCM Ernährung – und wie sie dir durch die Adventszeit helfen

Oh, du fröhliche Plätzchenzeit! Der Advent steht vor der Tür und mit ihm die größten Verlockungen und Verheißungen der Nahrungsindustrie. Das ist für jede noch so starke Mitte eine Herausforderung und ganz besonders für kleine Kinder. Ich möchte das zum Anlass nehmen, dir die in meinen Augen wichtigsten Grundprinzipien der Ernährung nach TCM zu erklären, und dir gleichzeitig ganz praktische Tipps an die Hand geben, wie du das Gelesene in der Weihnachtszeit mit deiner Familie umsetzen kannst – ohne dich dabei unter Druck zu setzen.

Wenn du meine letzte Podastfolge angehört hast, dann weißt du schon, dass die Verdauung in der TCM mit einem Suppentopf verglichen wird. Die Basis für deine mentale Ausgeglichenheit und für einen gut funktionierenden Stoffwechsel ist deine Ernährung. Gerade wenn es stressig wird – wie jetzt in der kommenden Adventszeit – das A und O für dich. Wenn du jetzt anfängst, Mahlzeiten auszulassen, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen und stattdessen dann Süßes isst schwächt das deine Mitte, fördert die Feuchtigkeit im Körper und damit auch „trübe Gedanken“, die dir alles noch schlimmer erscheinen lassen.

Die 5 wichtigsten TCM Ernährungsprinzipien

Damit das nicht passiert bekommst du von mir die wichtigsten TCM Basics für deine starke Mitte und wie du sie in deiner Familie umsetzen kannst:

1. Genuss & Freude am Essen

Essen soll in erster Linie Freude machen und Genuss bringen. Von daher: Zelebriere deine Mahlzeiten, du tust dir damit etwas richtig Gutes. Du führst dir wertvolles Nahrungs-Qi zu, aus dem dein Körper Qi und Xue (Blut) bauen kann – die besten Voraussetzungen für anstrengende Zeiten. Setze also deine Mahlzeiten an erste Stelle – auch die der Kinder. Denn wenn sie sich von der Hektik und dem schnellen Essen zwischendurch (weil ja noch so viel erledigt werden muss) anstecken lassen, schwächt das die Mitte und damit das Immunsystem. Eine Erklärung warum so viele Kinder und auch Erwachsene um Weihnachten herum krank werden.

Achte auch auf die Atmosphäre beim Essen, Ablenkungen sollten vermieden werden. Übrigens: Plätzchen & Co. wollen genossen werden und nicht mit schlechtem Wissen gegessen. Genuss fördert die Bekömmlichkeit!

2. Esse mehr gekocht als roh & saisonal

Denke an den Suppentopf und gönne deiner Mitte wärmende & nahrhafte Mahlzeiten aus saisonalem Gemüse und Getreide. Das kann Ofengemüse sein, Suppen oder Eintöpfe. Das kannst du auch super vorbreiten, vorkochen und aufbewahren und sparst dir so jede Menge Zeit für andere Dinge. Außerdem lieben Kinder Suppen und Eintöpfe – meine Tochter findet es toll, beim Pürieren zu helfen und löffelt hinterher mit großer Begeisterung ihre Suppe.

Wenn deine Mitte sehr viel Zusätzliches an Informationen und Stress zu verdauen hat, sollten die Mahlzeiten möglichst einfach sein. Koche also mit wenigen Zutaten, das fördert die Bekömmlichkeit und kann optimal verstoffwechselt werden. Es muss auch nicht jeden Tag etwas anderes auf den Tisch. Kinder stört es nicht, öfter das gleiche zu essen. Das ist lediglich ein Glaubenssatz oder Anspruch, den wir an uns haben…

Welche Lebensmittel dir im Winter gut tun und warum Zimt, Anis, Orangenschalen in Plätzchen & Co. ihre Berechtigung haben, kannst du im Artikel „TCM Ernährung im Winter“ nachlesen.

3. Esse regelmäßig ein warmes Frühstück

Das kennst du mittlerweile. Die TCM sagt, das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages und empfiehlt ein warmes Frühstück, um die Mitte sanft aus dem Schlaf zu holen und das Verdauungsfeuer anzuzünden. Denn der Körper braucht Energie, bevor er zu arbeiten beginnt. Alles was kalt und roh ist, z.B. Joghurt mit Früchten, oder kalt und feucht, wie Brot, muss die Milz erstmal auf Betriebstemperatur bringen und im „Magen“ kochen. Das dauert lange und macht schon am Vormittag müde… Aber wir wollen ja Energie für den Tag bekommen und uns nicht vom Weihnachtsstress aus der Ruhe bringen lassen. Mehr zum Thema warmes Frühstück erfährst du in einem kommenden Artikel.

Tipp für Brotliebhaber: Nimm gut vermahlenes Vollkornbrot (ohne Kerne), toaste es (das zieht etwas Feuchtigkeit raus) und esse selbstgemachte Marmeladen und vegetarische Aufstriche dazu.

4. Essensrhythmus & Essenspausen

Lasse keine Mahlzeiten aus, das ist für deinen Stoffwechsel extrem wichtig, ähnlich wie Punkt 1. Denn wenn du dich durch den Tag snackst und dir keine Zeit für richtige Mahlzeiten nimmst, förderst du Süßgelüste und greifst automatisch zu Plätzchen und Glühwein. Du verlierst außerdem den Kontakt zu deinem Körper und deinem Hungergefühl, was ebenfalls das unkontrollierte Naschen fördert. Die Chance, Plätzchen auch mal links liegen zu lassen, ist am höchsten, wenn du dir regelmäßig gutes Nahrungs-Qi zuführst.

Zwischen den Mahlzeiten solltest du deiner Mitte Zeit gönnen, zu verdauen. Idealerweise drei bis vier Stunden. Je später der Tag, desto suppiger sollte das Essen übrigens sein. Versuche also, möglichst früh Abend zu essen und die „Sünden“ auf mittags/den frühen Nachmittag zu verlagern. Bei meiner Tochter achte ich darauf, dass sie nicht zu viel nebenbei isst, sondern regelmäßige Hauptmahlzeiten isst und maximal einmal am Tag selbstgemachtes Süßes.

5. Wie geht es dir?

Was hat der fünfte Tipp mit deiner Verdauung zu tun? Ganz einfach, bleibe mit dir in Kontakt, achte auf deine Verdauung, deinen Stuhlgang, auf das Bauchgefühl, dass deine Mahlzeit hinterlässt. Fühlt sie sich wie ein Stein an oder wohlig warm? Aus welchem Grund hast du gegessen? Hattest du wirklich Hunger oder hast du den Lebkuchen nur gegessen, weil er gerade da stand?

Nimm dir die Zeit, zu reflektieren und zu spüren – gerne schriftlich durch Journaling, das erdet und gibt dir Selbstvertrauen. Beobachte auch dein Kind: Hat es verstärkt Bauchschmerzen, legt es sich hin, wirkt es energielos, läuft ständig die Nase? Du kannst daraus auch ein kleines Familienritual machen – das entschleunigt und gibt Kraft in der Vorweihnachtszeit.

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Herzenstipp:

Mache aus meinen Tipps keine Wissenschaft! Weihnachten ist die Zeit der (Selbst-)Liebe. Gönne dir gutes Essen, backe mit deinen Kindern Plätzchen und esst sie gemeinsam. Schau dir die Welt mit Kinderaugen an und lass einfach mal alle fünfe grade sein… Es wird dir gut tun!

Die fünf Tipps im Überblick:

  • Esse mit Freude und Genuss – auch die Plätzchen
  • Koche regelmäßig warm und saisonal
  • Esse ein warmes Frühstück
  • Esse regelmäßig und gönne deinem Stoffwechsel Essenspausen – dann kann er auch die Süßigkeiten besser verstoffwechseln
  • Bleibe mit deinem Körper in Kontakt.

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